Die wissenschaftliche Vision hinter NeuroVacant

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Einleitung

NeuroVacant wurde von Hans Bruintjes gegründet. Bruintjes forscht zu Diskriminierung neurodiverser Menschen. Er begann seine Forschung in diesem Bereich, da er feststellte, dass Neurodiversität in Studien zu Diskriminierung und in Inklusionsrichtlinien zu wenig Beachtung findet.

In seiner Forschung zu Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt entdeckte Bruintjes Folgendes, wofür er mit NeuroVacant eine Lösung anbieten möchte:

Vom reaktiven zum proaktiven Handeln

Betriebliche Psychologen hinzuzuziehen, um Fehlzeiten vorzubeugen, Ersatzkräfte zu suchen oder nach einem Unfall oder Missverständnis lange und schwierige Gespräche zu führen – all dies sind reaktive Maßnahmen, die erst nach dem Auftreten eines Problems ergriffen werden. NeuroVacant verfolgt die Vision, proaktiv zu handeln, um eine gute Arbeitsbeziehung aufzubauen. Mit zusätzlichen Kommunikationstools möchte NeuroVacant die Initiierung dieser Gespräche erleichtern und alle Beteiligten zu einer proaktiven Gesprächsführung ermutigen. Dies spart langfristig erhebliche finanzielle und emotionale Kosten.

Maskierung

Neurodivergenz zu maskieren ist eine häufig angewandte Strategie, um Ungerechtigkeit zu bekämpfen. Diese Strategie ändert jedoch nichts an der Diskriminierung, die neurodiverse Menschen erfahren. Zwar laufen neurodiverse Menschen, die ihre genetische Veranlagung verbergen, bei Bewerbungen möglicherweise weniger Gefahr, stigmatisiert und abgelehnt zu werden, doch sind sie im Arbeitsumfeld einem höheren Risiko von Ungerechtigkeit ausgesetzt, und Fehlzeiten treten häufiger auf. Daher möchte ich es erleichtern, geeignete Arbeitsplätze zu finden, sodass das Verbergen der genetischen Veranlagung nicht mehr notwendig ist.

Ehrlichkeit ist für alle Beteiligten gesund und wird von Arbeitssuchenden belohnt!

Barrierefreiheit

Wenn es um Barrierefreiheit geht, denken die meisten Menschen an Rollstuhlzugang, nicht aber an neurologische Barrierefreiheit. Und selbst im Hinblick auf die Barrierefreiheit für Menschen mit körperlichen Behinderungen erweist sich diese oft nur als vage Verpflichtung, sich für die Beteiligten zu bemühen, ohne klare Rahmenbedingungen, auf die sich Betroffene in konkreten Situationen verlassen können. Darüber hinaus deckte Bruintjes in seiner Forschung häufig Vermeidungsverhalten auf: Menschen meiden Orte, die sie als unzugänglich wahrnehmen. Mit Barrierefreiheitsfiltern – die Arbeitgeber kennzeichnen müssen, wenn ihr Beruf die Kriterien erfüllt, und die es Mitarbeitenden ermöglichen, diese leicht zu finden – möchte NeuroVacant dem Konzept der Barrierefreiheit konkrete Bedeutung verleihen und so für mehr Klarheit sorgen.

Möchten Sie mehr erfahren? Bruintjes hat seine Erkenntnisse in dem Buch „Die Stimme der Neurodivergent“ veröffentlicht. Das Buch ist hier erhältlich.

Weitere Forschungsergebnisse

Neben Bruintjes haben auch andere Wissenschaftler die Neurodiversität am Arbeitsplatz untersucht. Zu ihren Erkenntnissen gehören:

Neurodivergente Menschen, die sich in ihrer Haut wohlfühlen, sind oft bis zu 30 % produktiver als neurotypische Mitarbeitende.
Neurodivergente Teams sind nachweislich innovativer und produktiver, vorausgesetzt, sie sind gut organisiert und werden unterstützt.
Eine gute Kommunikation zwischen Arbeitssuchenden und Arbeitgebern ist wichtig, insbesondere hinsichtlich Erwartungen und Barrierefreiheit. Hier besteht Verbesserungsbedarf.
Mehr Transparenz kann dazu beitragen, die Kluft zwischen neurodiversen Talenten und inklusiven Arbeitgebern zu überbrücken.
In neurodiversen Teams herrscht ein höheres Maß an psychologischer Sicherheit. In diesen Teams besteht mehr Spielraum für die Überarbeitung von Standards. Auch die Erwartungen werden klarer formuliert. Zudem herrscht dort weniger Isolation und ein stärkeres Gemeinschaftsgefühl.

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